

Prototypen - von der Vision zum fertigen Kleidungsstück
Zunächst ist der Weg von der Idee des Designers bis zum fertigen Kleidungsstück ein vielschichtiger und nicht linearer Prozess – Kreativität, Technik und Organisation müssen verbunden werden.
Oft beginnt es – wie bei so vielem anderen auch – mit einem Gedanken. Hier fließen manchmal auch politische und oft persönliche Themen ein – die Ideen und Inspirationen, die am Anfang stehen, sind vielfältigster Art.
Manchmal hat der Künstler ein Narrativ im Kopf, dem er seine Kollektion widmen möchte. So können abstrakte Begriffe wie beispielsweise „Leere“ oder „Zerstörung“ im Zentrum stehen und die Ideen werden hierum konstruiert.
Manchmal gibt es aber auch ganz handfeste Inspirationen, die absolut greifbar sind – das kann eine intensive Farbe im Lieblingsgetränk oder auch ein Zeitungsausschnitt sein, der besonders anspricht und verwandelt wird.
Die Idee wird dann langsam greifbar und viele Designer arbeiten mit Moodboards. Dazu kommen Materialstudien, in denen sich die Frage stellt, was möglich ist und ob es dann auch so wirkt, wie man es sich vorstellt und ob es den Kern der eigenen Idee widerspiegelt. Anschließend kommt die zeichnerische Phase. Handskizzen oder digitale Zeichnungen sind nun im zentralen Fokus der Schaffensphase, oft gibt es mehrere Entwürfe und Varianten für ein Kleidungsstück.
Vor der Skizzierung oder auch parallel dazu kommt es zur Materialauswahl: Stoffe werden befühlt, getestet und erste Drapierungen auf Schneiderpuppen entstehen. Experimente mit verschiedenen Färbungen, Beschichtungen und Dekonstruktion sind ebenfalls Teil der Materialsuche.
Hier entscheidet sich oft, ob eine Idee tragbar oder zu radikal bzw. skulptural wird. Nun kommt die Schnitttechnik zum Einsatz: Die Skizze des Designers wird in Technik übersetzt. Dies ist der zentrale Moment, in dem die Idee des Designers real wird oder auch scheitert.

Hier entstehen die allerersten Prototypen – meist aus günstigem Tuch – um zu sehen, ob der Schnitt grundsätzlich funktioniert. Kleine Änderungen werden direkt vorgenommen und der Schnitt ggf. aktualisiert.
Hält der Schnitt der Prüfung stand, wird der reale Prototyp angefertigt. Dieser ist nun das Muster für die Serienproduktion. Hier legt der Designer oft selbst Hand an und prüft so, ob seine Vision real wurde und in die Kollektion aufgenommen wird. In diesen Prototypen/Samples stecken viel Handarbeit und Liebe zum Detail, denn diese bilden die Basis für die Serienproduktion.
Das Modell ist nun optimiert, tragbar und bereit für den letzten Schritt – die Produktion in Serie. Samples sind etwas ganz Besonderes. In diesen Musterteilen steckt die gesamte Geschichte des Kleidungsstücks oder Schuhs und es wurde bis ins Detail vom Designer selbst geprüft.
Wir freuen uns, Ihnen Samples von LOFINA und SORT AARHUS anbieten zu können.














